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Geburtsbericht - Cora
 
"Es war eine tolle Zeit an die ich gerne zurückdenke! :)“ 

 

Im Juni 2025 habe ich unsere Tochter mit Hilfe von Johanna zu Hause geboren. .. aber einmal von vorne:
Wir haben bereits einen Sohn, der im Geburtshaus zur Welt kam. Als ich wusste, dass ich wieder schwanger bin, war für mich klar, dass ich auch dieses Baby gerne außerhalb einer Klinik gebären würde, sofern es keine Indikation für einen Klinikaufenthalt gibt. Da wir - anders als bei unserem Sohn - inzwischen im Eigenheim und nicht mehr in einem dicht bewohnten Haus und einer hellhörigen Wohnung leben, haben wir dieses Mal eine Hausgeburt favorisiert. Ich ging quasi direkt nachdem der Schwangerschaftstest positiv war auf die Suche nach einer Hausgeburtshebamme. Schnell stellte sich heraus, dass diese Suche nicht so einfach werden würde. Wir leben im Hamburger Umland. Die wenigen Hebammen, welche hier Hausgeburten anbieten, hatten leider keine Kapazitäten mehr oder waren schon anderweitig verplant. Durch mehrere Umwege und Empfehlungen landete ich dann aber schließlich bei Johanna und Lisa. Zu Beginn habe ich kurz überlegt, ob ich den Kennenlerntermin überhaupt vereinbaren soll, da ich, je nach Verkehrslage, mit dem Auto 45 bis 60 Minuten zur Praxis unterwegs sein müsste. Die super freundliche und offene Art der beiden und auch schon die auf der Homepage ersichtliche hohe Fachlichkeit haben mich dann aber doch so angesprochen, dass ich die beiden kennenlernen wollte. Und - Spoiler - ich bin SO froh, dass ich mich dafür entschieden haben. Denn bereits im Kennenlernen mit Lisa merkte ich, wie sympathisch sie war und wie professionell und mit viel Wissen sie das Gespräch führte. So stand für mich schnell fest, dass ich mich trotz der großen Entfernung gerne von Lisa und Johanna durch meine Schwangerschaft und Geburt begleiten lassen würde.

 

Die Vorsorgeuntersuchungen waren im Vergleich zu meiner ersten Schwangerschaft echt nochmal „next level“. Mit einer gynäkologischen Untersuchung können die Termine voller Zeit, Einfühlungsvermögen und Selbststärkung sowieso nicht verglichen werden, aber auch im Vergleich zu meiner Erfahrung im Geburtshaus brachten die beiden mehr aktuelles und mit mir transparent geteiltes Fachwissen mit. Vor allem fiel mir hier auch auf, wie sehr ICH für die beiden immer im Fokus stand. Die Termine waren total offen und wertfrei. Die Vor- und Nachteile von Untersuchungen wurden mir transparent, neutral und evidenzbasiert aufgezeigt. Egal, welche Entscheidung ich in der Schwangerschaft traf, ich hatte nie das Gefühl, bewertet zu werden. Für mich fühlte sich das absolut stärkend an und steigerte mein Selbstvertrauen in meinen individuellen Schwangerschaftsweg. Das zweite, was ich in Bezug auf die Untersuchungen herausstellen möchte, ist, dass das fachliche Niveau von Johanna und Lisa für mich das höchste ist, welches ich unter allen Hebammen, von denen ich begleitet wurde, wahrgenommen habe. Beide konnten ihre Empfehlungen und Handlungen immer klar und wissenschaftlich fundiert begründen und erklären und taten dies auch von sich aus. Das kannte ich in diesem Maße aus meinen bisherigen Erfahrungen in der Schwangerschafts- und Geburtshilfe (eigentlich aus dem gesamten Gesundheitswesen) nicht.

 

Was ich als letzten Punkt zu den Vorsorgeuntersuchungen hervorheben möchte, ist die Strukturiertheit mit der die beiden arbeiten. Beide wussten immer, wann welche Untersuchung noch durchgeführt werden könnte, was ansteht und gestalteten die Untersuchungen entlang ihres Leitfadens ebenfalls sehr strukturiert. Gleichzeitig herrschte auch hier wie immer eine absolute Transparenz vor, sodass auch ich immer wusste, was gerade, als nächstes und in Zukunft passiert bzw. passieren könnte. Zur Geburt kam es dann an ET+9. Da Lisa zu dieser Zeit im Urlaub war, begleitete mich Johanna mich in der Phase ab etwa zwei Wochen vor der Geburt. Ich hatte, je weiter wir uns vom ET entfernten, ein wenig Sorge, dass eine Hausgeburt nicht mehr möglich sein würde. Johanna hat sich sehr viel Zeit und meine Sorge sehr ernst genommen. In den empathischen Gesprächen mit ihr konnte ich viel Raum einnehmen und offen sprechen, was mir sehr gut tat. Nie hatte ich das Gefühl, dass ich zu viel Zeit in Anspruch nehme oder etwas nicht aussprechen könnte. Johanna hat mir auch verschiedene Methoden angeboten, um die Geburt etwas anzustoßen, die wir an ET+7 auch alle durchgeführt haben: Johanna hat bei und mit mir eine Eipollösung und verschiedene Körperübungen gemacht. Direkt danach hatte ich das Gefühl, dass sich „etwas regt“. An ET+8 hatte ich dann auch zunehmend Wehen, die aber immernoch sehr unregelmäßig und wenig intensiv waren. Johanna war hier jederzeit für mich erreichbar und ansprechbar. Regelmäßig haben wir uns zum aktuellen Stand ausgetauscht und sie hat mir ihre Einschätzung dazu mitgeteilt. In der Nacht von ET+8 auf ET+9 wurden die Wehen dann intensiver. Wir benachrichtigen unsere Kinderbetreuung und richteten zu Hause alles her. Durch die auch hier wieder sehr gut begleitete und strukturierte Vorbereitung durch Johanna und Lisa (auch mit entsprechenden Listen) wussten wir genau, was zu tun ist und was im Vorhinein zu besorgen war. Wir fühlten uns sehr gut vorbereitet.

 

Entgegen meiner Erwartung in der Nacht kam es dann aber noch nicht zu Geburtswehen. Die Wehentätigkeit ebbte an ET+9 zunächst immer wieder ab und kam dann leicht gesteigert zurück. Um ca. 16 Uhr trafen wir schließlich die Absprache, dass ich in die Badewanne gehen und mich dann nochmal mit einer Einschätzung dazu melden würde, ob Johanna losfahren soll. Gegen 16:45 Uhr gaben wir ihr das „Go“. Ich war mir zu dieser zwar immernoch nicht sicher, ob es schon in Richtung Geburt ging, wollte Johanna aber gerne an meiner Seite haben, auch, um eine körperliche Untersuchung vornehmen zu können und dementsprechend eine Einschätzung zum aktuellen Stand zu haben. Sobald das Telefonat beendet war, ging es plötzlich richtig los. Ich hatte sehr intensive Wehen, die ich so aus meiner ersten Geburt noch nicht kannte. Als Johanna um ca. 17:40 Uhr bei uns zu Hause ankam, war der Kopf unserer kleinen Maus gerade geboren worden. Johanna begleitete uns dann noch durch die letzte Wehe und gab meinem Mann und mir vor allem viel Sicherheit in der Situation als die Kleine da war. Dazu möchte ich noch betonen, dass wir somit zwar quasi eine Alleingeburt erlebt haben, dies für uns jedoch absolut in Ordnung war. Auch hier waren wir durch Johanna und Lisa bestmöglich vorbereitet worden. Mit meinem Mann und mir hatten die beiden im Vorhinein ein Gespräch zu einer möglichen Alleingeburt geführt und uns damit die Sorge vor dieser genommen.

 

Die Zeit direkt nach der Geburt empfand ich als wunderschön und absolut friedlich. Johanna gab uns als Familie sehr viel Raum und Zeit und richtete sich auch hier nach uns und unserem Weg, hatte dabei aber auch immer unsere Gesundheit im Blick. Nachdem sie alle Untersuchungen unaufdringlich durchgeführt hatte, verließ sie uns nach knapp vier Stunden. Wir hatten wirklich eine wunderbare Geburt und vor allem Kennenlernzeit direkt danach - danke Johanna! Aufgrund der eher großen Distanz zwischen meinem Wohnort und der Praxis begleitete Johanna uns nach der Geburt nur die ersten drei Tage - auch das war vorher natürlich klar und transparent kommuniziert worden, auch gegenüber der danach übernehmenden Wochenbetthebamme. Johanna zeigte sich auch hier wieder einfühlsam, brachte viel Zeit mit und führte alle Untersuchungen Selbstbestimmung-stärkend durch. Diese Mischung aus hoher Fachlichkeit und Empathie half mir sehr durch die größeren und kleineren Themen, welche mich im frühen Wochenbett beschäftigten (Babyblues-Tag, Kennenlernen der Geschwister, starker Milcheinschuss, Schlafmangel). Die Übergabe an die übernehmende Wochenbetthebamme empfand ich als sehr strukturiert und professionell. Johanna hatte alle wichtigen Informationen klar dokumentiert, sodass meine neue Hebamme direkt informiert in die Betreuung starten konnte. Nach einigen Wochen sahen wir Johanna dann wieder. Dieses Mal zum Geburtsgespräch. Auch dass ein solches fest in dem Ablauf eingeplant ist und proaktiv durch die beiden angeboten wird, verdeutlicht die Professionalität von Johanna und Lisa. Das Gespräch war wie immer strukturiert, einfühlsam und fachlich herausragend. Besonders hervorzuheben sind hierbei für mich die ernst gemeinten Fragen nach möglicher Kritik, welche die stetige Veränderungsbereitschaft und Selbstreflexion der beiden zeigen. Wirklich von Herzen DANKE an euch zwei! Ihr habt es mir ermöglicht, meine Schwangerschaft, Geburt und das frühe Wochenbett absolut selbstbestimmt zu gestalten. Es war eine tolle Zeit an die ich gerne zurückdenke! :) 

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